Mit 2,1 Vollzeitstellen kann die BSPV-Geschäftsstelle seine Dienstleistungen zeitgerecht und effizient erbringen. Die Mitglieder müssen selten lange auf Antworten warten. Datenbasiert wurden die Telefonöffnungszeiten angepasst.
Finanzen und Mitglieder
Die Verbandsrechnung 2025 schliesst mit einem positiven Ergebnis von rund CHF 51'100 ab. Auch die Stiftung Unterstützungskasse schloss mit einem positiven Jahresergebnis von rund CHF 44’900 ab.
Die Rechtsschutzkosten beliefen sich auf lediglich rund CHF 5700. Ein baulicher Unterhalt unserer Büros war nicht notwendig. Leider sind die Zinsen erneut gesunken, sodass die Zinserträge niedrig
ausfielen.
Der Mitgliederbestand betrug Ende des Jahres 5373 Personen. Das sind 115 Personen weniger als im Vorjahr. Wir müssen leider feststellen, dass vor allem jüngere Leute wenig Interesse zeigen, einem
Verband beizutreten.
Mit einer verstärkten Präsenz in den sozialen Medien möchten wir jüngere Mitglieder gewinnen und gleichzeitig unsere bisherigen Mitglieder halten. So versuchen wir, den Wert unserer Arbeit noch besser zu vermitteln.
Geschäftsleitung
Die Geschäftsleitung kam zu fünf Sitzungen zusammen und konnte die anstehenden Geschäfte effizient erledigen. Der neue Präsident Dominique Clémençon führt den Verband umsichtig und mit viel
Engagement. Er hat auch viele Versammlungen der Sektionen besucht, was sehr geschätzt wird. Die drei Wechsel in der Geschäftsleitung sind in den Protokollen der Delegiertenversammlungen
dokumentiert.
Mitberichte/Vernehmlassungen
Der BSPV hat an zahlreichen Mitberichten und Vernehmlassungen teilgenommen. Unser Hauptaugenmerk galt dabei den Anstellungsbedingungen des kantonalen Personals.
Themen waren unter anderem:
– Revision des Gehaltssystems
– Erhöhung der Nacht- und Wochenendzulagen
– Teilrevision des Pensionskassengesetzes
– Wechsel des Transportdienstes vom Amt für Justizvollzug zur Kantonspolizei
– Mögliche Änderungen für das Personal bei neuen Strategien
Sozialpartnerschaft
Es fanden Sozialpartnergespräche mit dem Personalamt, dem Regierungsrat, dem Polizeikommando, der Bildungsdirektion, der Leitung der Justizverwaltung, der reformierten Landeskirche und weiteren
wichtigen Ansprechpartnern statt. Hier kann der BSPV direkt Einfluss nehmen
und mitgestalten. Die Gespräche verlaufen respektvoll, da alle Beteiligten die Rolle der anderen Seite kennen und akzeptieren. Beide Seiten sind sich bewusst, dass der Kanton nur gemeinsam
vorangebracht werden kann, auch wenn die Vorstellungen mitunter unterschiedlich sind. Mit
guten Argumenten und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit kann die Entwicklung in die richtige Richtung beeinflusst werden. Werden die Personalverbände wiederholt zu wenig einbezogen, wird dies
gerügt. Die Netzwerkpflege – auch informell bei Anlässen, Jubiläen oder Mittagessen – hat sich erneut als wichtiger Erfolgsfaktor erwiesen.
Auf kantonaler Ebene sind wir mit einem Teuerungsausgleich von 0,2 % für 2026 grundsätzlich unzufrieden, da noch ein Teuerungsrückstand von 2,4 % besteht. Der Regierungsrat schlug 0,5 % vor, was
der Grosse Rat auf 0,2 % kürzte. Im Vorfeld dieser Debatte engagierte sich der BSPV aktiv in der politischen Meinungsbildung der Grossräte, indem er allen einen Brief schickte.
Die individuellen Lohnerhöhungen von 1,3 % sollten den Mitarbeitenden durchschnittlich rund 2,5 Gehaltsstufen bringen. Dies ist auch notwendig, um die versprochene Ziellohnkurve – maximal 80
Gehaltsstufen in rund 27 Jahren – zu erreichen. Im Sommer 2026 werden die bisherigen Gehaltseinstufungen in Franken in ein neues System überführt.
Der BSPV konnte sich auch zu neuen Formen der Teuerungsauszahlung äussern. Der Geschäftsführer konnte seine Ideen und Berechnungen beim Personalamt einreichen. Auch bei den Betreuungszulagen sind
Neuregelungen angedacht, wo der BSPV sich einbringen konnte.
Mit Freuden hat der BSPV bemerkt, dass der Grosse Rat im Dezember 2025 zusätzliche Stellen beim Kantonspersonal und der Justiz bewilligt hat. Der BSPV hat dies schon lange gefordert, da die
Arbeitsmenge immer zunimmt und komplexer wird.
Immer wieder sind Fringe Benefits (Lohn-Zusatzleistungen) für das Kantonspersonal ein Thema. Wirklich spürbare Zusatzleistungen gibt es bis anhin nicht, sicher aufgrund der möglichen Kosten. Der
BSPV bleibt auch bei diesem Thema dabei und schielt zu anderen Kantonen.
Rechtsschutz/Rechtsberatung
Die Rechtsberatung blieb ein bedeutender Bestandteil der Verbandsarbeit. Die Schwerpunkte lagen bei Einreihungsfragen, Reorganisationen, Arbeitszeitregelungen sowie individuellen
arbeitsrechtlichen Fragestellungen – von falschen Ferienkürzungen über Vertrauensprobleme am
Arbeitsplatz bis hin zur Mithilfe bei Austrittsvereinbarungen. Gerichtliche Verfahren waren die Ausnahme; häufig standen Klärung, Beratung und Prävention im Vordergrund. So wurde das
Kantonspersonal vor der Auszahlung von Überstunden gewarnt. Da profitiert eher der Arbeitgeber.
Also sollte man beim Arbeitsende die Überzeit möglichst abbauen.
Die BSPV-Hilfe wird sehr gerne angenommen. Bei Problemen ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem BSPV wichtig.

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