Der Regierungsrat sieht für das Jahr 2026 Lohnmassnahmen für individuelle Lohnerhöhungen von 1,3 Prozent für das Kantonspersonal und 1,5 Prozent für die Lehrpersonen vor. Der Teuerungsausgleich soll ein halbes Prozent betragen.
Die individuelle Lohnerhöhung entspricht den Vorjahren. Die Lohnerhöhung ist zwar nicht hoch, dafür aber stetig, was den Kanton als verlässlichen Arbeitgeber auszeichnet. Analysen in allen
Bereichen haben jedoch gezeigt, dass die Einstiegslöhne beim Kanton vergleichsweise niedrig sind. Dies betrifft nicht nur die Lehrkräfte, sondern auch viele andere Berufssparten. Eine rasche
Anhebung der individuellen Löhne ist daher notwendig, um einigermassen konkurrenzfähig zu bleiben. Noch besser wäre es, von Anfang an höhere Löhne zu zahlen.
Teuerungsrückstand bleibt bestehen
In den Sozialpartnergesprächen zu Beginn des Jahres 2025 wurde festgestellt, dass die Angestellten des Kantons in den letzten Jahren einen Teuerungsrückstand von 2,4% aufweisen. Die Verbände
erwarten, dass dieser Rückstand in den kommenden Jahren durch einen angemessenen Teuerungsausgleich ausgeglichen wird. Der budgetierte Teuerungsausgleich von 0,5% ist somit trotz einer momentanen
Teuerung von 0,1% am untersten Limit. Der Kaufkraftverlust bleibt weiterhin bestehen. Dadurch wird der Kanton als Arbeitgeber nicht attraktiver, wie die Fluktuationsrate zeigt.
Das Budget weist ein positives Gesamtergebnis von 365 Millionen Franken aus. Ein kleiner Teil dieses Geldes hätte man für die kommende Überführung in das neue Gehaltsstufensystem verwenden
können, anstatt es als Teil der individuellen Gehaltsaufstiege zu verwenden. Das wäre für den BSPV eine Art Dellenkorrektur, da die Lehrkräfte seit Jahren 0,2% mehr Lohnmassnahmen erhielten. Das
kann der Grosse Rat im Dezember noch korrigieren.
Die Erhöhung der Wochenend- und Nachtzulagen von 6 auf 10 Franken pro Stunde wird vom BSPV unterstützt.
